Vrenelisgärtli 2904m

TourenleiterIn
Dimitri Enzler
Datum
10.6.2017-11.6.2017 [Sa-So]
Anmeldung ab
1.5.2017
Anmeldeschluss
31.5.2017
Tourencode
H/B/WS, II-
Tourengruppe
Aktive (Jugend+Senioren)
Tourenstatus
Durchgeführt
Tourenwoche
BergführerIn

Tourendetails

Sagenumwobener Gipfel mit packendem Tiefblick und Weitsicht.

Sa: SBB SG ab 9.27 Gleis 5, Klöntal Platz an 11.13. Aufstieg zur Glärnischhütte SAC ↑1100 Hm (ca. 4½ h)
So: Aufstieg via Glärnischfirn zum Schwandener Grat. Kurzer Abstieg über die mit Ketten gesicherte Kletterstelle auf den Grat und weiter mit Tiefblick zum Klöntalersee auf den
Gipfel des Vrenelisgärtli ↑950 Hm (ca. 4½ h). Abstieg auf der selben Route zur Glärnischhütte und weiter zum Klöntalersee
↓2000 Hm . Abfahrt Klöntal Plätz 16.36, SG an 18.33.

Auskunft
Infoblatt per Mail vor der Tour
Treffpunkt
Fachhochschule St. Gallen
Transportmittel
ÖV
Reisekosten
HP Hütte, Fahrkosten (SBB, ggf. Alpentaxi)
Ausrüstung

komplette Hochtourenausrüstung inkl. Helm, Seile nach Absprache

Verpflegung
Anreisetag aus dem Rucksack, Hütte HP
Unterkunft
Glärnischhütte SAC

Tourenbericht Wenn Engel reisen - Tour zum Vrenelisgärtli

Eingefügt durch: Dimitri Enzler am 12.6.2017 20:00:49, letzte Änderung 12.6.2017 20:12:05

Wenn Engel reisen - Tour zum Vrenelisgärtli

Wir, die Tourengruppe Vreneli trafen uns am Bahnhof St. Gallen. Gemütlich traten wir unsere Reise zum Klöntalersee mit dem Voralpenexpress an. Ab Glarus brachte uns das Postauto hoch zum Klöntalersee.

Am Parkplatz Plätz stärkten wir uns erst mal mit reichlich Kaffee und Nussgipfel für den Aufstieg zur Alp Käseren. Etwas oberhalb an einem schattigen Plätzchen nahmen wir unter Bäumen unser Mittagslunch ein. Nachdem wir alle satt waren, machten wir uns auf dem Zick-Zack Weg auf zur gemütlichen Glärnischhütte.

Auf der Hütte angekommen, lechzten wir erst Mal nach einem kühlen Saft.
Nach dem Zimmerbezug genossen wir die warmen Sonnenstrahlen auf der Hüttenterasse.

Die Spaghetti waren kurz vor al Dente und unsere beiden Tischgenossen hatten grossen Hunger. Da mussten wir uns wehren, dass wir nebst Suppe und Salat auch noch ein paar Spaghetti bekamen.

Die Nacht war kurz. Um 04.30 nahmen wir das Frühstück ein und trafen uns anschliessend um 05.30 für den Abmarsch vor der Hütte. Zuerst ging es auf dem Wanderweg, danach über Schrofen Gelände hoch zum Glärnischfirn, welcher wir in einer knappen Stunde erreichten.

Nachdem wir uns für den Gletscher bereit gemacht hatten, stampften wir zuerst steil ansteigend, dann flacher den noch gut eingeschneiten Glärnischfirn hoch. Bald erreichten wir die Schlüsselstelle, den senkrecht abfallenden Übergang zum Schwander Grat. Auch diese Herausforderung meisterten alle Teilnehmer problemlos und rasch standen wir auf dem ausgesetzten Schwander Grat.

Konzentriert stiegen wir in gutem Trittschnee über den Grat. Die letzten Meter führten wiederum durch felsiges Gelände, welches wiederum von allen Teilnehmern ohne Probleme überwunden wurde.

Nun trennten uns nur noch wenige Meter vom Gipfel. Schneefelder wechselten sich mit Felspartien ab und nach wenigen Minuten erreichten wir den Gipfel des Vrenelisgärtli bei stahlblauem Himmel und Kaiserwetter. So ist das, wenn Engel reisen!

Wir genossen das Gipfelglück und die Weitsicht. Sogar unser Hausberg, der Säntis war zum Greifen nah. Tödi, Neuenalpspitz und weitere tolle Gipfel strahlten in voller Pracht. Die Fotoapparate liefen heiss und langsam trocknete auch der Schweiss vom Aufstieg auf unseren Shirts.

Nachdem wir uns satt gesehen, die geschmierten Brote gegessen und die Trinkflaschen geleert hatten machten wir uns wieder konzentriert auf den Abstieg zum Schwander Grat. Den Grat konnten wir wiederum problemlos überwinden. Ein Blick zum Klöntalersee runter zeigte uns die Höhenmeter, welche wir im Aufstieg überwunden hatten.

Auch das hochklettern an der Schlüsselstelle erfolgte ohne Probleme und viele glückliche Gesichter blickten zurück auf das soeben erreichte Vrenelisgärtli und den imposanten Schwander Grat.

Nachdem wir uns wieder für den Gletscherabstieg bereit gemacht hatten, stiegen wir über den doch bereits von der Sonne aufgeweichten Glärnischfirn herab und anschliessend weiter zur Glärnischhütte.

Hier war es nun Zeit die knurrenden Mägen mit Suppe und Rösti oder dem noch vorhandenen Proviant aus dem Rucksack zu versorgen. Natürlich stossten wir noch auf das erreichte Gipfelziel an.

Den weiteren Abstieg mussten wir in brütender Hitze antreten. Aber auf der Alp Käseren konnten wir uns zum Glück bereits wieder mit Flüssigkeiten eindecken. Während wir auf das Alpentaxi warteten probierten einige Teilnehmerinnen Ihre Körper mit Glace zu kühlen.

Die letzten 400 Höhenmeter legten wir Knieschonend mit dem Alpentaxi zurück. In Plätz holte uns das Postauto mit 10 Minuten Verspätung ab. Deshalb erreichten wir dann auch den Anschlusszug nicht mehr und wir mussten eine halbe Stunde auf dem Bahnhof Glarus mit Fotos anschauen und entspannen verbringen.

Am Ende aber kamen wir mit einer halben Stunde Verspätung, aber Glücklich und mit vielen Eindrücken wieder zu Hause an.

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